Freundschaftsdienste

Ich halte mich für einen sehr zuverlässigen Menschen. Sogar Leuten gegenüber, denen ich noch nie oder nur ein Mal begegnet bin, halte ich Wort. Zumindest häufiger als ich es breche. So kam es eben auch, dass ich gestern Morgen um 7.03 aufgestanden bin. Nach dem etwas hastigen Frühstück (wobei hastig das falsche Wort ist, daheim esse ich noch schneller, aber dafür weniger), hab ich mir Mutters Auto geschnappt und bin nach Wimpasing (ja, das liegt hier in der Nähe und es ist ein typisch chiemgauerischer Ortsname) gefahren. Außerdem, nur so am Rande wird dieser Blogeintrag noch so manche () erhalten… ich sollte mir mal nen anderen Schreibstil für hier überlegen!

In Wimpasing wartete Peter, Peter kommt ursprünglich aus Ungarn, was ich weiß, weil er schon mal mit einer Stange echter ungarischer Salami aus Ungarn auf der Alm zu Gast war. Er hatte sich mit dem Rad verfahren damals, weshalb er sich noch in meinem Gedächtnis gehalten hat. (Eine ähnliche Radtour muss ich jetzt dann auch mal endlich unternehmen!)

Jedenfalls hatte Peter Probleme, ein großer Raum mit 160 m² und der war voller Dessous. Wobei Unterwäsche, egal für welches Geschlecht ja jetzt nicht viel wiegt, möchte man anmerken… weit gefehlt. Unterwäsche stapelt sich ja nicht auf dem Boden, sondern eher in Regalen, die meist aus Metall und entsprechend schwer gefertigt sind. Und dann gibt es noch so Sachen wie Tische und Stühle, die sich vor den Regalen aufreihen, damit man nicht gleich an das schwere Zeug rankommt.

Naja, hab ich gedacht, das wird schon. Und dann kam der Transporter nicht. Also er kam, aber eben etwas später als gedacht. Wir haben also erst Peters Auto vollgeladen, mit dem ganzen Gerümpel, das er sich noch behalten wollte. Immerhin eine wertvolle Kameraausrüstung, 2 halbwegs passable Rechner und allerlei Büroausstattung. Aber eben auch Unterwäsche. In Formen, Farben und vor allem Größen, die ich noch nie an einer Frau begutachten durfte. Zugegeben, in einigen Fällen hätte ich mir diesen Anblick gern gespart. 90 DD Damenoberbekleidung verdient normalerweise einen Warnhinweis mit der Aufschrift „Nicht unter schwebenden Lasten stehen!“ aber davon habe ich auf diesem BH nichts gefunden. Beängstigend!

Beängstigend auch, dass die Welt ein Dorf ist. Nicht nur hier im Netz! Als der Bus schließlich kam stand da groß „Wolfram“ auf der Seite und das in Korrellation mit dem Namen des Vaters hat schon einige Vorahnungen geweckt. Als sich dann die Türe des Transporters öffnete traf ich auf ein altbekanntes Gesicht. Peter II, ein ehermaliger Kollege. Faszinierend.

Ich mach es kurz. Das neue Lager ist deutlich kleiner als das Alte. Gewisse Gegenstände, die sich nun dort befinden werden wohl erst mit einem Abriss des oberen Stockwerks wieder daraus entfernt werden können, was für mein Dafürhalten ein durchaus großer Maßstab für meine Talente als Umzugshelfer ist. Immerhin ist das Zeug REIN gegangen! Ich habe außerdem den Pudel des Todes getroffen, der maßstäblich nicht so viel hermacht, wie sein Name erwarten lässt. (Pudel sind Haustiere mit Charakter. Merkt euch das!)

Mein Muskelkater heut morgen war so gut wie nicht vorhanden, ein durchaus überraschender Fakt, den ich gleich nach dem Aufstehen feststellte. So, nun weiter im Urlaub. Schönen Tag euch allen!

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