19.04.2011

gestutzte Worte

von serajaten in Lyrisches

Der frühe Vogel fängt
den Wurm vom Haken
ist noch lange nicht,
wer anderen eine Grube gräbt.

Fällt selbst dem blinden Huhn
ein Körnchen Wahrheit zu
und aus dem Auge rieselt.
Still und leise Schnee.

Noch ist nicht aller Tage
Anfang ist nicht Ende!
Gut.
Dass es dich gibt.

Nichts währt ewig.
Nur die Liebe zählt
die Tage bis zum Wiedersehen.
Ist nicht für lange.


31.10.2010

Duett

von serajaten in Lyrisches

Ich möchte das Lied sein, das du summst
bevor du einschläfst und nachdem du aufwachst.
Immer nah an deinen Lippen.

ich würde dir zuflüstern “sing mich”
und mich freuen, dass ich den Weg zu deinem Herzen kenne.
Denn du trägst mich in dir.

Meine Melodie würde dich begleiten
während du lebst und liebst, selbst wenn du mich nur summst,
weil du den Text nicht kennst vom zwischen den Zeilen lesen.

Wir wären erst Solo, dann Kanon und zum Schluss Duett.
Denn nichts im Leben – geht ohne Einstimmung.


15.08.2010

Herzfischer

von serajaten in Lyrisches

Hinaus auf den See,
den fliegenden Herzen hinterher,
mit nichts auf der Seele,
als einer dünnen Decke Musik.

Musik – aus deinen Gedanken gesummt,
dünn wie Seide,
ausgehaucht bei unserem Abschiedskuss.

Das Netz hängt straff in der Brise,
die Augen fixieren die Wellen.

Und jedes Kräuseln zeigt mir dein Gesicht.


06.07.2010

Schichwechsel

von serajaten in Lyrisches

12 Milliarden Menschen.
12 Milliarden und ich
wandern über die Welt.
Doch ich kenn nur die Hälfte,
hab sie nie gesehen!

Man hat uns  angelogen,
hat bei Volkszählungen betrogen,
uns ruhig gestellt
und zu Bett geschickt.

Habt ihr euch nie gefragt?
Gefragt, woher die Träume kommen,
die von einem anderen Leben erzählen?
Träume die kleben bleiben zwischen den Augenlidern!?

Als die Ressourcen knapp wurden
merkten die Menschen wie nah
ihre Welt vor dem Ende steht.
Und so erfanden Sie den Schlaf.
Und so erfanden Sie die Seelen.

Nacht um Nacht wandern
12 Milliarden Menschen.
Durch Nacht und Körper,
durch Tag- und Nachtschicht.
Und der Schlaf war nur eine Lüge.

Zwei Seelen , ach, wohnen gar in jeder Brust!
Die eine ruht, die andere wacht.
Der Wechsel folgt dann in der Nacht.
Im Traum erfolgt das Schichtgespräch.


16.06.2010

Und vielleicht lieb ich

von serajaten in Lyrisches

Wo fing das an, dass ich den Schmetterlingen
voller Wut und Angst die Flügel zog,
wie ein Dentist, den niemand mag?

Wann trennte ich die Fäden meiner Träume auf,
und machte Angelschnüre aus ihnen?
Und Köder aus den Kinder meiner Gefühle?

Was ist es, dass im trüben Wasser meines Seelenbrunnens
sich nicht fangen lässt?

Ich. Leg mir Worte in den Mund, die meinen Hunger stillen sollen.
Rede von Dingen die ich gar nicht kennen kann.

Aber das Schlimmste, was ich tu ist Nichts.
Mich umzudrehen von dem einen Satz den ich nicht hören will,
Weder aus deinem noch aus meinem Mund:

“Vielleicht lieb ich dich.”

Ich fürchte nicht die Wahrheit sondern mehr ihr Echo,
weil es klingt wie “nicht”.


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