Gott ist tot!

Bild via Wikipedia: by Ansgar Walk (r)

Ich denke es sagt alles über die Mentalität eines Landes, wenn seine Bürger das Hirn abschalten, um über ein totes Zootier zu trauern! (sic!) Heult doch bitte auch noch über euer tägliches Schnitzel!

Was für ein toller Tag :)

Kann ich gar nicht anders nennen. Bayrisches Frühstück (Weißwurst, Weißbier, Brezen, zünftige Musi und viele Freunde), abends dann Schweinebraten mit Kartoffelknödel (Speziol-Gniedla) und dann noch Glühwein! Tolle Gespräche, viel zu lachen, einfach *hach* Danke an alle die daran teil hatten!!! 🙂

Was die Regierungen beim Thema Wikileaks gern unter den Tisch fallen lassen würden…

Ich les hier grad von einem „KRIEG GEGEN WIKILEAKS“ den die französische Regierung nun starten will. Grund ist, dass die Daten von Wikileaks wohl derzeit auch in Frankreich gehostet werden und man dieses leidige Kapitel endlich endgültig abschließen würde. Solange die Cablegate Dokumente weiter im Netz dümpeln werden die „Enthüllungen“ oder besser die Peinlichkeiten aus dieser Quelle nicht abreißen und bei 250000 Cables dürfte da noch so einiges der Entdeckung
harren. Woran niemand laut denkt ist, dass alle diese Daten zum freien Download verfügbar sind. Wenn nicht via URL, so immer noch über direkte IP-Adresse, P2P, FTP-Server, vermutlich auch als Ausdruck ganz klassisch durch die POST. Wer immer jetzt noch Interesse an den Daten haben sollte, der hat sie bereits. Über das Badewasser zu jammern ist also sinnlos, das Kind spielt bereits munter in der Kanalisation.

Was wir hier sehen ist eigentlich nur mehr eine Schmierenkomödie. Die Scheindebatte über Wikileaks hat nur den einzigen Zweck, die Menschen von den tatsächlichen Inhalten der Dokumente dort abzulenken, bis das Thema sich totgelaufen hat.

Wenn jetzt alle Welt nach rechtsstaatlichen Normen schreit; dass es nicht angehe solche Daten unreflektiert und ohne „redaktionelle“ Bearbeitung zu veröffentlichen, dem halte ich jetzt einfach mal den Spiegel vors Gesicht und sage:

WER NICHTS BÖSES TUT, DER HAT AUCH NICHTS ZU BEFÜRCHTEN!!!

Und nur vielleicht sage ich das in der Hoffnung, dass IHR endlich ein wenig merkt, wie beschissen verlogen dieser Satz ist.

Eine Welt in der die Wahrheit nicht unkommentiert, ungeschönt existieren darf ist eine Welt ohne Zukunft. Denn die Zukunft wäre nur eines … erlogen.

Auf ein Wort

Eigentlich weiß ich gar nicht, ob ich noch an dich glaube. Was ich weiß ist, dass ich in manchen Momenten immer noch hoffe, dass du zumindest weiterhin an mich glaubst. Ganz besonders bemerke ich das in jenen Situationen, in denen ich selbst den Glauben in mich verliere. Sowas passiert mir nicht so häufig wie es jetzt klingt, aber eigentlich ist jedes weitere Mal schon ein Mal zu viel.

Das Schwierige am Nichtmehrglauben ist die Tatsache, dass ich mit dir aufgewachsen bin. Du begleitest mich seit meiner taufe, vielleicht warst du durch die Hoffnung und die Stoßgebete meiner Eltern sogar schon vor meiner Geburt bei mir, wer weiß!

Auch meine Eltern machen es sich nicht leicht mit dir. Aber das weißt du ja.
Eigentlich ist es auch gar nicht deine Schuld, dass ich meinen Glauben abgelegt habe. Wie so viele Menschen vor mir kam auch ich mit gewissen Fragen in Konflikt.

Beispielsweise konnte ich nicht begreifen, warum du uns so voller Widersprüche und Makel geschaffen haben solltest. Wenn es nach deinem Willen sein sollte, dass alle Menschen gut sein sollen, dann muss ich bemerken, dass du da ruhig etwas mehr Gut in die Menschheit hättest stecken können. Willen zum Gut-sein allein reicht da ganz einfach nicht aus.
Und wenn wir nach deinem Ebenbild geschaffen wurden, wieso gibt es dann Schnupfen und Krebs, oder Leute, die von deiner Kirche trotz sexuell übertragbarer Krankheit an vernünftigen Dingen wie Verhütung gehindert werden?
Sofern du gerade mithörst, der Du doch mitten unter uns weilst, sei versichert, dass ich ein sehr kritischer Mensch bin. Der menschliche Makel hat sicher auch sein Gutes. Ungleichheit schafft nicht nur Leid, sondern auch Vielfalt. Sollte sich je eine Resistenz gegen HIV ausbilden, dann sicherlich auf dem afrikanischen Kontinent. Es könnte nur sein, dass das Gerangel um den Verdienst dieser Großtat dann einen heiligen Krieg verursacht. Außer Islam und Christentum schaffen es vorher noch zu fusionieren

Überhaupt! Das mit den ganzen Kriegen ist ja auch so eine unendliche Geschichte. Hättest du uns nur ein wenig deiner göttlichen Macht geschenkt, oder Adam und Eva einen Latexbaum statt diesen vermaledeiten Apfel. Oder war doch keine Schlange im Spiel?!

Was habe ich deinen Vertretern auf Erden doch Löcher in den Bauch gefragt. Und wie kleinkariert und ignorant war ihre Reaktion. Damals wollte ich glauben, ich fand es spannend – ein Abenteuer! Ich wollte die Widersprüche akzeptieren, wenn nur,…

Das was aus dem Glauben wird, wenn man alles Vertrauen an einen Sinn heraus nimmt, all das passt dann auch in ein Buch oder in Steintafeln, sofern die Sache mit der Benutzerfreundlichkeit keine Rolle mehr spielt – oder auf Papyrusrollen.

Au Bücher kann man sich stützen, sie bieten Schutz. Auf Büchern kann man Kirchen bauen. Gerne auch aus Steintafeln! Abe rein Buch taugt nicht als Brücke. Im Strom der menschlichen Gedanken wird es fortgerissen, saugt sich dann voll – und versinkt.

Statt das zu akzeptieren hat man immer mehr Bücher in den Fluss geworfen, immer mehr und mehr. Und die Bücher verdrängten das Wasser, verkanteten sich, verhakten in Widersprüchen und dämmten so den Fluss in seinem Lauf. Man richtete sich ein hinter dem papiernen Wall, lehnte Steintafeln dagegen – und – vergaß.

Doch die Gedanken sind frei! Sie lassen sich nicht eindämmen, sie umspülen jeden Widerspruch, nagen an seinen brüchigsten Stellen und lösen ihn irgendwann auf. Dieses Irgendwann ist kein Heilsversprechen. Es tut weh, geliebte Glaubenssätze am Altar der Vernunft geopfert zu sehen. Und auch hinter dem Wall gibt es immer wieder jene, denen man ihren Namen nahm, die Abtrünnigen, deren Wissensdurst sie irgendwann zur Quelle der Vernunft trieb. Frei nach Harry Potter: Die Apfelesser!

Jede Religion, die sich auf einen einzigen Gott stützt, wird irgendwann dogmatisch. Und jedes Dogma irgendwann zum Diktat. Darum ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Damm bricht. Und jedes „Warum?“ bringt uns diesem Tag ein Stück näher.

of wolf and men

Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf.  So sagt man. Dieses Sprichwort dient gerne als Erklärung und seltener auch als Rechtfertigung für alles, was unsere Rasse sich selbst immer und immer wieder an Schaden zufügt. Heute allerdings war ich selbst so weit, die Herde von einigen schwachen Exemplaren der Gattung Mensch zu erlösen. Ich bin nicht sicher ob es an einer generellen Überreizung liegt, oder ob die Leute wirklich einfach nur immer mehr verblöden.

An und für sich reise ich gerne mit der Bahn. Aber wenn ich mir ansehe, wie dämlich sich meine Mitreisenden anstellen, wenn es um so einfache Tätigkeiten wie das Betreten oder Verlassen eines Zuges angeht, dann schwillt mir der Hals. Heute war es besonders schlimm, da ich auf das Fahrradabteil angewiesen war. Diese Abteile gibt es fürderhin nur im vorderen und hinteren Teil des Zuges und sie sind nicht selten ziemlich voll mit allem was Räder besitzt. Dort steigen Rollstuhlfahrer ebenso ein, wie Kinderwagenschieber und natürlich – Radfahrer.

Im Waggon waren circa 10 Fahrräder inkl. Fahrer und Gepäck, 3 Kinderwagen und zwei mehr oder weniger gehbehinderte Menschen, in dem Fall ein junger Mann mit geistig-motorischen Störungen und ein Senior, der nur mehr an 2 Krücken laufen konnte. Statt jedoch einfach zu warten, bis alle Fahrgäste ausgestiegen sind und eine entsprechende Lücke für selbigen Vorgang offen zu lassen, wurde prompt die Tür mit Menschenleibern zugeparkt. Ich kann da ja nicht daneben stehen. Ich habs nicht so mit lächerlichem Gedränge ohne Sinn und Verstand. Aber zugucken, zugucken kann ich eigentlich genauso wenig. Weil ich mir immer vorstelle, wie das so war vor 25 Jahren, als ich noch Schulbus fahren musste. Und dann denk ich darüber nach, was ich gelernt hatte daraus. Und dann kommt der Ärger. Über das geifernde, rücksichtslose Gesabber nach einem „verdienten“ Sitzplatz, dem sich jedwede intelligente und soziale Verhaltensweise bedingungslos unterordnet. Und es ist Gier, die Angst zu kurz zu kommen und sich übergangen zu fühlen, die die Menschen dazu bringt genau das zu tun, was sie selber so fürchten!

Ja, in diesen Situationen möchte auch ich rücksichtslos sein. Kompromisslos. Wie die großen Jungs hinten im Bus. Und alle wegschupsen, die sich nicht benehmen können. Den Weg frei räumen, für die Leute die Aussteigen wollen aus einem oftmals stinkenden Loch von Abteil. Ich möchte sie beißen, ich möchte ihnen Schmerzen zufügen. Damit wenigstens irgendwie gerechtfertigt ist, dass sie sich nur noch wie Tiere benehmen. Mit Angst in den Augen.

Vedammt macht mich das wütend!