01.11.2007

Schicksal

von serajaten in Geschwafel

Nein, kein weiterer Text, der von grad eben war genug für heute. Ich fühl mich grad befreit, das muss genügen :)

Heute waren Frau von Staffelstein in Begleitung einer Freundin und ich in einer Ausstellung von Henri Matisse, einem französchen Maler des 20. Jahrhunderts. Die Führung war im Preis von 6 Euro inbegriffen, was ich persönlich schon passend fand. Frau Dr. G hat uns gut durch die Bilder geführt, aber ihr Vortragsstil wäre überarbeitenswert.

Nun hat Matisse Bilder geschaffen, die ich sehr faszinierend fand, einige jedoch denen ich wenig abgewinnen konnte. Besonders erwähnenswert sind die Lithografien zum Buch “Pasiphaé” in denen ich viel Schönes und Überraschendes entdeckt habe. Vielleicht finde ich noch passende Bilder im Netz, dann lasse ich euch daran Teil haben.

Eines seiner späteren Werke, Matisse starb früh, trägt den Namen “Schicksal” und da musste ich an ein Gespräch denken, das ich vor vielen Monaten geführt habe. Künstler haben es verhältnismäßig leicht, denn sie müssen für ihre Werke keinen Rahmen für Interpretationen liefern. Schicksal zeigt zwei Szenen. Eines ähnelt einem Gang der durch mehrere Türen führt, das zweite Bild zeigt etwas, dass man am Besten als wallenden Vorhang beschreibt. Das einzig Überlieferte zu diesem Bild ist, dass das Vorhangbild angeblich Schicksal darstellen soll.

Ich kann mir geradezu bildlich vorstellen, wie Matisse sich über diesen köstlichen Scherz immer noch die Hände reibt…


01.11.2007

Außen Topits…

von serajaten in Lyrisches

Nimm das Ding aus meinem Gesicht
Nimm es weg mit seinem Gewicht.
Es drückt mich nieder
Zerrt an meinen Lidern.

Nimm dieses gottverdammte Ding aus meinem Gesicht
Und hör auf dieses Lied zu summen
Ich hör es dauernd wie meinen Herzschlag
Ich bin niemand der Schmerz mag,
drum nimm dieses Ding aus meinem Gesicht.

Ich knie hier vor dir, du verdammtes Biest,
knie hier und weiß, dass du meine Gedanken liest.
Dein scheußliches Lied bringt mich um den Verstand,
mein Atem stockt durch die Kraft deiner Hand.
Nimm dieses Ding endlich aus meinem Gesicht.

Herrlich blaue Augen, aus ihren Höhlen gequetscht.
Die Zähne aus Panik und Angst gefletscht.
Hier ringe ich nicht mehr um Argumente, das ist vorbei.
Wonach ich mich wirklich sehne ist frische Luft.
Mein letzter Gedanke, ehe ich abtrete:
Nimm endlich das tödliche Ding aus meinem Gesicht.