26.06.2007

Aus welchem Stoff?

von serajaten in Lyrisches

Aus welchem Stoff bestehen Seelen? Sie sind so zart und empfindlich, sie müssen aus feinster Seide sein, gewoben von Händen, die so klein sind, dass sie unserem Blick entrücken. Sind sie nicht auch hart, wie Diamant, unteilbar, unverrückbar? Glitzernd wie Schnee im Sonnenlicht, bündeln sie ihre Strahlen und schneiden sich so den Weg in die Herzen der Menschen. Aber empfindlich dürfen sie eigentlich nicht sein, Tag ein, Tag aus belasten wir sie mit dem Schmutz des Tages, mit all dem Druck, dem Leid, dem Neid durch, von und auf andere, darum sollten sie aus robuster Baumwolle sein, leicht zu waschen und schmutzabweisend. Manches Mal wünschte man sich eine Seele, so stabil wie Kevlar, wenn andere ihre Munition auf uns verschossen haben könnten wir sie ausziehen, das Blei ausschütteln und wie gewohnt weiter leben. An Regentagen, wenn mir mein Herz schwer ist, stelle ich mir vor, sie seien aus Sonnenlicht. Nichts kann sie halten und doch bleiben sie da und im Regen bilden sie bunte Bögen. Aber in Seelen wächst etwas, vielleicht sind sie wie Erde, wie Humus. Fruchtbar und mütterlich. Beschützend und Befreiend.  Ja, wer kann es mir sagen, aus welchem Stoff seine Seele ist. Ich denke, sie unterscheiden sich stark voneinander. In Art und Beschaffenheit.


26.06.2007

Schauerstau

von serajaten in Lyrisches

Vor uns

das Ende der Welt.

Ein Ende aus Wasser

und Glas,

mit Tupfen aus Rot und Gelb.

Ein Ende aus Rauschen,

ohne Worte,

mit Fetzen aus Mitleid und Angst.

Vor uns,

ein Anfang.

Ein Anfang am Ende der Welt.


25.06.2007

Wieder mal ein neues Löchlein und toller Sturm [update]

von serajaten in Geschwafel

Heute war wieder mal eines meiner Muttermale dran, das Zeitliche zu segnen. Ich bin ja immer tierisch neugierig, wenn irgendwelche Ärzte irgendwelche Teile meines Körpers entfernen oder reparieren. Das führt dann meistens zu einer exzensiven Drogentour, weil die wenigsten Chirurgen es gerne haben, wenn der Patient zu viel Fragen stellt, oder zu einem flauen Magen.

Heute kann ich berichten: Körperfett sieht bei weitem nicht so aus, wie beim Schwein. Es ist Gelb und manchmal Rot, was am Blut liegt. Außerdem steht die menschliche Haut total unter Spannung! Das kleine Löchlein, welches mein Mal hinterließ wuchs während dem Eingriff aufs dreifache an. Entsprechend umfangreich war dann das Nähen.

Nachmittags gings dann spontan nach München, welches ich auch kurz nach meiner Ankunft wieder verließ. Mir gings in erster Linie mal wieder darum, Bahnhofsluft zu schnuppern. Das puscht meine Kreativität immer so schön. Auf dem Hinweg kams dann jedoch zu einem dermaßen krassen Unwetter, dass ich nicht umhin konnte euch das filmisch festzuhalten. Sobald Youtube das Video oben hat wirds hier eingefügt.

(Möchten sie mehr erfahren?)


25.06.2007

Service unavailable

von serajaten in Geschwafel

Soso, Blogigo hat also die Verbindung zur Datenbank verloren…nur ein weiterer Schritt auf dem Weg ins Vergessen! ;)


24.06.2007

Stimmung? Bombig!

von serajaten in Geschwafel

Der Terror hält einzug in unser idyllisches Städtchen. Massenhaft Polizei in modisch gelben Warnwesten und mit stylischer “Ich bin hier der Boss” Mine im Gesicht haben den Bahnhof umzingelt. An den Stellen, an denen keiner stehen will (Hochsommer, ohne Schatten ein ziemlich unangenehmes Ding!) ziert Partydekoration in Form weiß-roter Absperrbänder das Gelände. Gut das unser Bahnhof so klein ist!

Ziel des Ganzen: Dingfestmachung eines einsamen Koffers!

Und da sag noch einer hier wäre nie was los. Der heutige Tag wird Stadtgespräch für die nächsten 4 Jahre! Alle die dabei waren kriegen n lustiges Klebetatoo aus  dem Kaugummiautomaten!!!

An solchen Tagen wird das ! zum Existenziellen und Sarkasmus die einzige Antwort. Wir leben in einem beschissenen Land, wenn jeder Angst vor Koffern hat.


« ZurückVor »