03.06.2007

Seelenkaugummi

von serajaten in Lyrisches

Wenn zwei Seelen lange aneinander liegen
kaut man sie erst weich
und dann hart.

Bei dem Versuch die Hälften
wieder auseinander zu kriegen,
bleiben immer irgendwelche Fetzen liegen
wo sie vorher noch nicht waren.

Jede Seele verliert und gewinnt
etwas Neues hinzu.


03.06.2007

Designwechsel

von serajaten in Geschwafel

Ich hab auf Grund von Darstellungsproblemen das Theme gewechselt. Momentan bin ich dabei die ganze Sache nach meinem Gusto aufzupeppen. Bis dahin ist das ganze Blog halt leider ne Baustelle.

Wünsch noch n schönen Tag!


03.06.2007

Hagakure

von serajaten in Geschwafel

Ist ja immer irgendwie so, dass mich ein Buch ab einem gewissen Punkt okupiert. Lesen kann man das dann auch manchmal! ;)

Von einem Mann, aus der Provinz um Tokio sagte man, dass er seit seinem 15ten Lebensjahr jeden morgen nach dem Schwerttraining lief, bis ihm der schweiß von der Stirn ran. Er pflegte diese Angewohnheit bei jedem Wetter und sogar, wenn er krank war, oder in der Fremde. Eines Tages, der Mann war schon ein alter Greis, lag dessen Frau schon lange krank in ihrem Lager. Die Ärzte haben ihre ganze Kunst, vermochten jedoch nicht, sie zu heilen. So kam es, dass sie eines frühen Morgens tot in ihrem bett lag. Die Diener suchten ihren Herren, der nicht aufzufinden war. Da entdeckten sie in der Ferne einen Läufer, beim Näherkommen erkannten sie in ihm ihren Meister. Der erste unter ihnen, der sein Gesicht sah, sagte: .”Herr, eure Frau ist heute Nacht gestorben, aber ihr wisst davon schon, ich sehe die Tränen in eurem Gesicht!” darauf hin zog der alte Mann und erschlug den, der so dreist gesprochen hatte. Im Vorübergehen sagte er nur: .”was du sahst waren keine Tränen, sondern Schweiß!” Das und nicht weniger ist die wahre unzähmbare Liebe.


03.06.2007

Yesterdays

von serajaten in Lyrisches

Gestern war ich auf einem Jazz-Benefiz der Grünen und hab mich von der Musik mehr als nur inspirieren lassen.

An all die gestern,
die ihr heut und morgen wart,
euch in Erwartungen ergingt,
an all die gestern,
die nur mit Wehmut
in unsere Erinnerung einkehren,
richt ich diesen Gruß.

An jedes heute,
das uns Entscheidungen abringt,
uns täglich in das allerlei des Lebens zwingt,
vor euch zieh ich den Hut.

Und jedem morgen,
das es schafft,
mich jeden Sonnenaufgang
freudig zu empfangen,
du bist,
was ich immer neu mir wünsche,
frischer Mut.