Ich musste das erst wieder lernen, das Zuhören. Bei Mitmenschen klappt es noch nicht so 100%ig, aber es wird. Ich habe viel verpasst und einiges an Intuition eingebüßt und das tut mir wirklich leid.
Zuhören lernen, nichts ist leichter gesagt und schwieriger durchzuführen. Zuhören heißt ja nicht nur, die Worte zu hören, sondern auch Nuancen, Satzzeichen Emotionen zuzuordnen und manchmal auch Unausgesprochenes zu registrieren.
Und dann muss man erst mal das eigene innere Plappermaul zum Schweigen bringen, dass einem in jedem Gespräch begleitet und in allem das letzte Wort haben möchte.
Mein Weg ging über Musik. Heute wird man ja an allen Ecken mit dem belästigt, was heute landläufig als Musik beworben wird. Kaufhäuser wollen die Leute damit zum Kauf animieren und riskieren mancherorts eher ihre Kunden zu vergraulen. Auf der Straße gibt es alle Nase lang Kids, deren Handylautsprecher um Gnade winseln, während sie die gerade angesagten Hits quäken. Kommt nur mir das lachhaft vor? Zu meiner Zeit – ja ich weiß es hört sich blöd an – gabs noch echte Punks die sich mit Gettoblastern am Bahnhof rumtrieben und das Geld für den nächsten Satz Batterien zusammenschnorrten. Die Dinger lieferten wenigstens noch halbwegs gute Klangqualität.
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