17.12.2004

Mein Garten

von serajaten in Lyrisches

Hand in Hand führ ich dich

durch meinen Garten der Gefühle,

bis heut war es noch niemandem

erlaubt in meinem Heiligsten zu wühlen.

Dir geb ich sogar das Werkzeug in die Hand

mit dem die Beete sich bestellen lassen,

zeig dir den Ort, an dem die Liebe in mir wächst,

an dessen Rändern hat sich sehr viel Unkraut festgesetzt.

Du bist die Gärtnerin in meinem Hain,

nur durch dein Wirken finde ich Sinn in mein Leben.

Will diesen Sinn an Andere weitergeben.

So blüh ich auf bei deiner Hände Werk,

Pflanz hier dein Herz, ganz nah an meines hin,

damit ich dir noch tausend Jahre nahe bin.


17.12.2004

Schicksalsberg

von serajaten in Lyrisches

Ich bin der Berg,

der euch in eure Schranken weisst,

die letzte Grenze,

die ihr überschreiten könnt

und doch nicht traut,

weil euch die Furcht vor meiner Glut

bei jedem Schritt in den Gedanken brennt.


Seit Anbeginn der Menschheit hersch ich schon

und werd auch ihren Untergang erleben,

wenn ich nicht gar ihr Schicksal selbst besiegel,

ganz ohne Grund, allein weil ich es kann.


Wenn dann die Erde bebt und Donner grollt

dann grabt sie aus, die alten Götter,

sie werden euch nicht schützen.

Denn tote Götter halten keinen Felsen,

der von Hängen rollt.


Hört auf zu Jammern und zu stöhnen,

der Staub verschliesst auch noch die letzte Lunge

das letzte Wort hab ich, ich brauche keine Zunge.